Plastik, Umweltverschmutzung und sauberere Ozeane

Die Verschmutzung durch Plastikmüll stellt die größte Bedrohung für unsere Ozeane dar. Im Jahr 2050 werden mehr Kunststoffabfälle als Fische im Meer schwimmen. Hurtigruten ist entschlossen, diesen Trend zu stoppen. Als erste Kreuzfahrtgesellschaft weltweit haben wir Einwegplastik von unseren Schiffen verbannt.

Jede Minute landen 15 Tonnen Plastikmüll in unseren Ozeanen. Hurtigruten ist seit 125 Jahren in einigen der unberührtesten Gegenden der Welt unterwegs und wir erleben diese katastrophale Entwicklung aus erster Hand. Wir haben den Klimawandel bereits gesehen, bevor er in den Nachrichten weltweit zum Thema wurde. Wir haben gesehen, wie Umweltverschmutzung und all der Müll der Natur, der Tierwelt und den lokalen Gemeinden direkt schaden.

Als weltweit größter Anbieter von Expeditions-Seereisen und wichtigster Akteur in der Arktis und Antarktis übernehmen wir die Verantwortung, mit gutem Beispiel voranzugehen und damit der gesamten Branche einen besseren Weg aufzuzeigen. Deshalb setzen wir uns für strengere Regeln und Vorschriften ein und haben uns zum Ziel gesetzt, die erste kunststofffreie Kreuzfahrtgesellschaft der Welt zu werden.

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    Wir erfinden das Abenteuer neu

    Wir arbeiten ständig an Verbesserungen, wie wir unsere Abfälle reduzieren, recyceln und handhaben können – und wir geben gerne weiter, was wir während unserer Bemühungen lernen. Unsere Gäste und unsere Besatzung sammeln jedes Jahr Tonnen von Abfällen an den Stränden und werden zu Naturschutzthemen geschult und weitergebildet. Hurtigruten möchte das Bewusstsein für Umweltverschmutzung auf jede nur erdenkliche Weise verbreiten. Dazu arbeiten wir Hand in Hand mit Partnerschaften, Organisationen sowie Forschungsprojekten zusammen und nutzen die Echtzeitüberwachung der Ozeane.

    Wir investieren in Spitzentechnologie und treiben Innovationen im gesamten Unternehmen voran. Wir bauen die umweltfreundlichste und fortschrittlichste Flotte von Expeditionsschiffen der Welt und bewirken damit eine Metamorphose von Abenteuerreisen. Wir gehen dabei auf jedes Detail ein, um sicherzustellen, dass wir uns stets weiter verbessern.

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    Foto: Ørjan Bertelsen Foto

    Verbot von Kunststoffen

    Die Bekämpfung der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll ist seit Jahren ein besonderer Schwerpunkt von Hurtigruten. In jeder Minute landen 15 Tonnen Kunststoff in den Weltmeeren. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird sich diese Zahl in den nächsten 10 Jahren verdoppelt haben. Dies bedeutet, dass bis 2050 mehr Kunststoffabfälle als Fische im Meer schwimmen werden.

    Hurtigruten wird das erste kunststofffreie Kreuzfahrtunternehmen der Welt. Und Hurtigruten war der erste große Reiseanbieter, der Einwegkunststoff von allen Schiffen und aus allen Restaurants und Hotels verbannt hat. Plastikstrohhalme wurden durch Halme aus Metall ersetzt, Rührstäbchen werden nicht mehr verwendet – das gleiche gilt für in Plastik verpackte Becher aus Kunststoff, Plastikbesteck, Plastikbeutel, Plastikdeckel auf Kaffeetassen, Zahnstocher aus Kunststoff, Plastikschürzen, Einwegverpackungen von Butter und alle anderen Einwegartikel aus Kunststoff, denen die 500.000 Gäste und 2.500 Mitarbeiter von Hurtigruten tagtäglich begegneten.

     

    Das Verbot von Einmalartikeln aus Kunststoff gilt ebenfalls in unseren Hotels, Restaurants und anderen Einrichtungen unserer Unternehmungen an Land. Kunststoffverpackungen wurden entweder ganz beseitigt oder durch umweltfreundliche Alternativen aus Papier, Metall oder anderen biologisch abbaubaren und nachhaltigen Materialien ersetzt.

    Vor allem bedeutet dies eine enorme Abnahme von Einwegartikeln insgesamt.

    Niemand kann den Kampf gegen Plastik ganz allein gewinnen. Bei Hurtigruten arbeiten wir aktiv daran, die Erfahrungen aus unserem Programm zur Plastikreduzierung zu weiterzuerzählen und unsere Gäste, Verbündete, Mitbewerber, lokale Gemeinden, Behörden und alle anderen, die sich an unserem Kampf beteiligen möchten, dafür zu gewinnen. Wir haben auch strengere Nachhaltigkeitsanforderungen für unsere Lieferanten eingeführt, indem wir sie auffordern, den Einsatz von Einmalartikeln aus Kunststoff stark zu reduzieren bzw. ganz einzustellen.

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    Einleitungen ins Meer

    Unsere Schiffe produzieren ihr eigenes Frischwasser mithilfe eigener Entsalzungs- und Reinigungstechnologie an Bord. Wir verwenden die Wärme des Kühlwassers und der Abgassysteme der Schiffe erneut, um die Warmwasserspeicher an Bord zu erwärmen. Dadurch sparen wir Strom, der dem Verbrauch von 6.700 Haushalten pro Jahr entspricht. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeits- und Abfallprogramme  haben wir außerdem eine neue automatische Technologie zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen eingeführt.

    Wir arbeiten an der Einhaltung strenger Einleitungs-Richtlinien, einschließlich eines Verbots von Einleitung von Lebensmittelabfällen, Grauwasser, ölhaltigem Wasser und Sanitärabwässer in den Hjørundfjord, Geirangerfjord/Storfjord und den Lyngenfjord.

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    Foto: Jill MCLaughlin - Guest image Foto

    Überwachung der Umwelt in Echtzeit

    Unser Kampf gegen die Vermüllung der Meere und die Umweltverschmutzung in unseren Ozeanen ist sogar noch größer und umfassender als der Kampf gegen Plastikmüll. Wissen und Forschung spielen hierbei eine wichtige Rolle. Unsere Flotte ist in der Lage, die Ozeane zu überwachen und die Ergebnisse mit Überwachungsbeauftragten und Wissenschaftlern auf der ganzen Welt in Echtzeit zu teilen. Wir überwachen alles, von den Inhaltsstoffen im Wasser bis zur Temperatur, und verfügen über spezielle Sensoren, die während der Fahrt und in Häfen selbst kleinste Ölteppiche erkennen können.

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    Säubern von Stränden

    Unsere Besatzung und unsere Gäste haben täglich die wichtige Aufgabe, Abfälle abzufangen, bevor sie ins Meer gelangen. Manchmal müssen wir auch Erste Hilfe leisten. Unsere Hurtigruten Expeditionsteams begleiten unsere Gäste tagtäglich zu Ausflügen und Wanderungen an wirklich spektakulären Orten. Bei jeder Anlandung werden unsere Expeditionsteams und Gäste in das Sammeln von Müll mit einbezogen. Darüber hinaus organisieren die Hurtigruten Expeditionsteams Strandsäuberungen. Damit können wir jährlich mehrere Tonnen Abfall beseitigen, der nicht mehr in die Ozeane gelangt.

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    Das Bewusstsein schärfen – Botschafter auf den Plan rufen

    Hurtigruten möchte ein tieferes Verständnis für die Gebiete schaffen, die wir erforschen, sowie für die Chancen und Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind. Die Gäste werden daher von unseren hochqualifizierten und erfahrenen Expeditionsteams begleitet. Sie sind Experten in Bereichen, die von Biologie und Überleben in Polargebieten bis zu Nordlichtern und Nachhaltigkeit reichen. Sie führen Gespräche, halten Vorträge und leiten Diskussionen über lokale Kulturen, Wildtiere, Natur und Umweltverschmutzung – wie beispielsweise zum Thema Plastik und Mikroplastik und wie sich diese auf unsere Ozeane auswirken. Damit möchten wir das Wissen unserer Gäste zu diesen wichtigen Themen weiter vertiefen. Im Rahmen des Young Explorer Program bindet Hurtigruten unsere jungen Gäste in Säuberungsaktionen von Stränden ein und bietet kindgerechte Vorträge und andere Nachhaltigkeitsaktivitäten.

    Wir sind stolz darauf, mit Organisationen und Initiativen wie der Clean Arctic Alliance, der European Climate Foundation und dem Norwegian Polar Institute zusammenzuarbeiten, der wichtigsten Forschungsorganisation für Eisbären in Spitzbergen, sowie mit der Bellona Foundation und dem Programm Clean Up Svalbard. Darüber hinaus haben wir die Hurtigruten Stiftung gegründet, um lokale und globale Initiativen zu fördern und zu belohnen, die sich positiv auf unsere Umwelt auswirken.

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    Abfall entgegenwirken und falsche Entsorgung stoppen

    Die Abfälle auf all unseren Schiffen und in allen Hotels werden selbstverständlich für Recyclingzwecke sortiert. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, bessere Sortieranlagen an Bord zu installieren und eine angemessene Infrastruktur in den wichtigsten Häfen sicherzustellen, um Abfälle aus unseren Betrieben zu sammeln und zu recyceln. Wir arbeiten auch daran, bei Häfen und Behörden das Bewusstsein zu stärken, ein besseres Entsorgungsmanagement bereitzustellen.

    Wir halten strenge Richtlinien für das Einleiten von Abfällen ein, einschließlich des Verbots der Einleitung von Lebensmittelabfällen, Grauwasser, ölhaltigem Wasser und Sanitärabwässer in gefährdeten Gebieten. Selbstverständlich halten wir auch das Ballastwasser-Übereinkommen ein.

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    Reduktion von Lebensmittelabfällen durch Innovation

    Überwachung der Lebensmittelproduktion

    Bei über 4 Millionen Mahlzeiten pro Jahr kann selbst eine geringfügige Reduzierung von Lebensmittelabfällen einen großen Unterschied machen. Für uns ist eine geringfügige Reduzierung allerdings nicht genug. Deshalb haben wir uns verpflichtet, Lebensmittelabfälle bis 2021 um 30 Prozent zu reduzieren. Wir haben eine digitale Registrierung und Echtzeitmessung bei allen Stufen unserer Nahrungsmittelverarbeitung eingeführt, um unser Wissen zu erweitern und Lebensmittelabfälle zu minimieren. Erste Ergebnisse zeigen bereits eine zu erwartende Verringerung der Lebensmittelabfälle um mehr als 20 Prozent.

    Nachhaltigkeit in der Lebensmittelverarbeitung

    Hurtigruten hat einen Dreijahresvertrag mit der EAT Stiftung unterzeichnet, deren Aufgabe die Ernährungsumstellung durch solide Wissenschaft und neue Partnerschaften ist. Diese Zusammenarbeit wird das Angebot von Nahrungsmitteln an Bord für unsere Gäste vergrößern. Weiteres Ziel der Zusammenarbeit ist die Förderung von Initiativen zur Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsziele innerhalb der Lebensmittelverarbeitung.

    Rückverfolgbarkeit der Lebensmittel

    Was auf den Teller kommt, ist ebenso wichtig. Sie sollen schließlich wissen, woher Ihre Nahrungsmittel kommen. Wenn wir auf den Lofoten einen Käse aus der Region servieren, können wir mit Ihnen den Bauernhof besuchen und Ihnen die Ziegen zeigen. Natürlich hält sich Hurtigruten an das Verbot für alle auf der roten Liste aufgeführten Meeresfrüchte. Außerdem verlangen wir bei Fisch, den wir von Drittanbietern kaufen, eine Zertifizierung (MSC, ASC oder gleichwertig).

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    Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und Verbot von Schweröl

    Das ultimative Ziel von Hurtigruten ist es, unsere Schiffe völlig emissionsfrei zu betreiben. Mit der Einführung der weltweit ersten Hybrid-Expeditionsschiffe kommen wir diesem Ziel näher. Durch die Nachrüstung bestehender Schiffe mit großen Batteriesystemen und LNG-Motoren kommen wir unserem Ziel sogar noch näher.

    Während wir jedoch die Grenzen verschieben und die Branche voranbringen, müssen wir sicherstellen, dass unsere Schiffe so wenig Kraftstoff wie möglich verbrauchen. Und was noch wichtiger ist: dass wir möglichst sauberen Kraftstoff verwenden. Die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs ist eine unserer wichtigsten umweltpolitischen Aufgaben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Reedereien wird in keinem Schiff von Hurtigruten billiges und umweltschädliches Schweröl (HFO) eingesetzt.

     

    Warum? Da das Meereis immer weiter schmilzt, können die Gewässer der Arktis zunehmend von Schiffen befahren werden, die mit Schweröl (HFO) betrieben werden. HFO, einer der schmutzigsten Brennstoffe der Welt, ist nicht nur im Fall von auslaufendem Öl äußerst schwierig zu beseitigen, sondern erzeugt auch höhere Luft- und Klimaschadstoffe als andere Schiffskraftstoffe. Angesichts der ernsten Risiken, die schweres Heizöl in polaren Umgebungen birgt, hat die internationale Schifffahrtsgemeinschaft dessen Einsatz in der Antarktis bereits verboten. Wir sind der Auffassung, dass es an der Zeit ist, der Arktis mit ihren einzigartigen lokalen Gemeinden und dem äußerst fragilen Ökosystemen denselben Schutz zu ermöglichen.

     

    Zusammen mit führenden Umweltorganisationen, wie der Clean Arctic Alliance und der European Climate Foundation, führt Hurtigruten eine Kampagne an, um die Verwendung von HFO in arktischen Gewässern zu verbieten. Nach 125 Jahren, in denen wir bereits in diesen Gewässern unterwegs sind, sehen wir keine andere Option. Es macht einfach keinen Sinn, derart gefährdete Bereiche durch noch mehr Umweltverschmutzung und so große Risiken zu belasten.

    Wenn Sie diese Zeilen lesen und einer unserer Mitbewerber sind, möchten wir Sie einladen: Klicken Sie hier, um das Arctic Commitment zu unterschreiben, und beteiligen Sie sich an unserem Kampf, Schweröl in arktischen Gewässern zu verbieten.

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