Grönland, Neufundland und Labrador - unberührte Schönheit

Kangerlussuaq - Halifax

Erkunden Sie die grandiose, spektakuläre und unberührte Landschaft Grönlands. Entdecken Sie die mächtigen Berge, die gewaltigen Felswände, die dichten Wälder, die unendliche Anzahl der Seen und Flüsse von Neufundland und Labrador. Sie bekommen auf der Expeditionsreise Einblicke in die Geschichte der Siedlungen, Fischerdörfer und erleben die Wildnis mit ihrer natürlichen Schönheit entlang der Atlantikküste.

  • Erkunden Sie spektakuläre Landschaften von Grönland, Neufundland und Labrador!
  • Besuchen Sie geschichtsträchtige und abgelegene Orte.
  • Bestaunen Sie die seltenen Tiere - an Land wie auf See.
  • Entdecken Sie die UNESCO-Weltkulturerbestätten, den Gros-Morne-Nationalpark, Red Bay und L’Anse aux Meadows.

Reisebeschreibung

Grönland und Kanada sind beide Inbegriff für außergewöhnliche Natur, wunderschöne Landschaft und eine überwältigende Tierwelt. Grönland gehört außerdem zu den am wenigsten besiedelten Gebieten der Welt. Ähnlich dünn besiedelt ist der Teil Kanadas, den Sie auf der Expeditionsreise besuchen. Obwohl die Gebiete sehr abgelegen und ursprünglich sind, werden Sie überrascht sein, wieviel Geschichte sich in diesen Regionen verbirgt. Erhalten Sie Einblick in die Existenz dieser beeindruckenden Völker, sowohl in ihre Vergangenheit als auch in ihr heutiges Leben.

Die größte Insel der Welt

Bereits ab Grönland, dem Startpunkt Ihrer Reise, haben Sie Gelegenheit, die raue Landschaft mit ihrer schroffen Bergwelt zu entdecken. Beherrscht von einer schier unendlich großen Eisdecke, sind es doch die Menschen mit ihrer Herzlichkeit, die dieses Land so auffallend machen. Wir besuchen interessante Siedlungen im Süden, wo Sie sich von der Kultur und Lebensart der Menschen selbst überzeugen können. Die anschließende Überquerung des Atlantiks lässt Sie die kanadische Küstenlandschaft von Neufundland und Labrador erleben. Vor Ort können ein Nationalpark, verschiedene Ansiedlungen und spannende Städte besucht werden.

Wunderschön wild

Das Gebiet um und in Battle Harbour bietet nicht nur Wildnis-Abenteuer von Eisbergen bis hin zur Tierwelt, sondern auch reichlich Historie. Machen Sie sich bekannt mit der Geschichte des Walfangs und den Naturschönheiten von Red Bay. Nach einem Besuch von St. Anthony geht es weiter zu den 1000jährigen Überresten der Wikinger-Ansiedlung L’Anse aux Meadows. Zwei Höhepunkte der Neufundlandreise bieten Bonne Bay und der Nationalpark Gros-Morne. Die Landschaft mit ihren tiefen Schluchten, steilen Klippen, Sandstränden und spektakulären Fjorden zählt deshalb zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten. An einem normalen Tag sehen Sie Elche, Karibus, Füchse, Schwarzbären, Schneehühner und Adler. Diese Urlandschaft wird Ihnen unvergessen bleiben.

Vorgeschmack auf Frankreich

Besuchen Sie ein Stückchen Frankreich! Die Inselgruppe St.-Pierre und Miquelon, die nur 25 km von der neufundländischen Küste entfernt liegt, gehört unvermuteter Weise zu Frankreich. Erfreuen Sie sich an dem typisch französischen Leben mit seinen netten Bistros und Cafés, mit den herrlichen Weinen, dem Käse, Baguettes, Schokoladen und Backwaren. Danach gehen wir zurück in die Zeit von 1744 und erkunden das Leben in der quirligen Festungsstadt Louisbourg. Der Ausflug beinhaltet den Besuch der Hauptstadt von Nova Scotia – Halifax. 

Leistungen:

  • Hurtigruten Expeditions-Seereise in der gebuchten Kabinenkategorie inklusive Vollpension an Bord
  • Economy Flug von Deutschland nach Kangerlussuaq und zurück von Halifax
  • Hurtigruten Rail & Fly, 2. Klasse innerhalb Deutschlands
  • Flughafen- und Sicherheitsgebühren sowie Luftverkehrssteuer
  • Flughafentransfer in Kangerlussuaq und Halifax
  • Wind- und wasserfeste Jacke
  • Anlandungen mit kleinen Booten, Aktivitäten an Bord und an Land
  • Erfahrenes, deutsch-/englischsprachiges Expeditionsteam, das auch Vorträge hält und Anlandungen und Aktivitäten begleitet
  • Tee und Kaffee kostenlos

Ähnliche Reisen

Reiseverlauf

Reiseverlauf

Auf dieser Expedition geben die Elemente den Ton an: Wetter, Wind und Eis bestimmen am Ende den Ablauf. Da Sicherheit oberste Priorität hat, richtet der Kapitän die Reiseroute nach den Gegebenheiten. Deshalb kann die angegebene Route nur eine Vorstellung vermitteln – jede Expedition mit Hurtigruten ist eben einzigartig.

22. September 2018

Ort der Abfahrt Deutschland/Kangerlussuaq
Tag 1
Kangerlussuaq_Greenland.jpg

Das Tor zu Grönland


Ort: Deutschland/Kangerlussuaq

Ihr Flug aus Deutschland landet am Abend in Kangerlussuaq, wo die MS Fram auf Ihre Einschiffung wartet.

Tag 2
Maniitsoq_Bbb034.jpg

Das Venedig von Grönland


Ort: Maniitsoq

Maniitsoq ist ein Archipel, das durchzogen ist von kleinen Naturkanälen, sodass die Einheimischen den Ort “Venedig von Grönland” getauft haben. Gleichzeitig ist die Insel eingebettet zwischen rauen Bergspitzen des Ewigkeitsfjords und gewaltigen Gletschern, spätestens hier endet dann der Vergleich mit Venedig. Maniitsoq, zu deutsch soviel wie “Unebener Ort”, verweist auf die vielen felsigen Hügel und Berge, die der Kleinstadt ihr Prägung geben. Kleine Straßen und Holztreppen verbinden die farbenfrohen Häuser. Der Besuch im Museum von Maniitsoq vermittelt Wissen zur Kultur und Geschichte. Das Städtchen verfügt auch über einen Supermarkt, Brugseni, und diverse andere kleine Geschäfte. Aber im absoluten Vordergrund steht die umliegende Landschaft, die am meisten beeindruckt. Die Region ist ideal zum Kajak fahren. In den nahegelegenen Ozeangewässern werden so manches Mal Buckelwale beim Spielen gesichtet – wundervoll anzusehen, wenn sie ihre luftige Akrobatik zeigen und mit der Schwanzflosse peitschen. Freuen Sie sich auf einen Erkundungstag durch die winzige Stadt in ihrer majestätischen Natur.

Tag 3
0711-Canon-EOS-6D-_MG_6616.jpg

Das bestgehütete Geheimnis der Hauptstadtregion


Ort: Paamiut

Weiter südwärts, die grönländische Landschaft auf der Fahrt genießend, erreichen wir Paamiut, eine Region, in der seit ca. 1500 v. Chr. Menschen lebten. Paamiut bedeutet in etwa “Bevölkerung an der Mündung”, eine Bezugnahme zu dem Ort am Ende des Kuannersooq Fjords. Bummeln Sie durch Paamiut, Sie werden die Schönheit kleiner Erlebnisse schätzen lernen, wenn Sie auf die freundlichen Einheimischen treffen. Versäumen Sie nicht einen Besuch der Kirche, eine der Schönsten Grönlands, die 1909 aus Holz in norwegischem Stil errichtet wurde. Verweilen Sie an der farbenprächtigen Brücke im Zentrum. Folgen Sie alten Pfaden um pittoreske Häuser zu sehen. Paamiut ist bekannt für seine Specksteinkünstler und seine außergewöhnlichen Landestrachten aus Robbenfell mit Tausenden von Perlen. Sie können Exemplare dieser Kunst finden, wenn Sie durch den Ort wandern. Oft zu sehen ist auch der Seeadler, zu dem die Dorfbewohner eine starke Verbindung haben. Es heißt, dass man viel Glück haben wird, wenn man diesen König der Lüfte zu Gesicht bekommt. Begleiten Sie unser Expeditionsteam auf einer Bergwanderung. Auf dem Rückweg zum Schiff halten Sie kurz, um Engelwurz zu pflücken, die wild auf den Berghängen wächst.

Tag 4
1200x600_Igaliku_Ruinen_Svickova-Wikimedia.jpg

Das religiöse Zentrum und die Ruinen des altnordischen Grönlands


Ort: Igaliku and Hvalsey

Igaliku ist eines der schönsten Dörfer Grönlands und die älteste Schafzüchtersiedlung der Insel. Bei Ihrer Ankunft sehen Sie hohe Berge, deren Spitzen auch im Sommer schneebedeckt sind, üppige Blumentäler und natürlich Schafe. Häuser aus Sandstein und vor allem der grandiose Ausblick auf den Igaliku-Fjord prägen das Bild dieser Region. Spüren Sie die Ruhe und den Frieden dieser historischen Ansiedlung. Das Christentum kam mit dem Wechsel des letzten Jahrtausends nach Grönland. Der erste Bischof wurde im Jahr 1124 ernannt. Der eindrucksvolle Bischofssitz Garðar wurde kurz danach im heutigen Igaliku gegründet. Ein Dom wurde errichtet, der größte unter allen Kirchen Grönlands im Mittelalter. Für lange Zeit war die Bischofsresidenz der Mittelpunkt für die Wikinger und Besucher von Island und Norwegen. Die Überreste des Doms und der Bischofsresidenz sind während der letzten Jahre renoviert worden und stellen heute ein attraktives Überbleibsel aus der Wikingerzeit dar. Igalikus 27 Einwohner sind sehr stolz auf ihre Gemeinschaft und freuen sich darauf, Sie durch ihr Dorf zu führen. In Hvalsey, finden Sie eine der besterhaltenen Ruinen der Altnordischen Zeit: Die Hvalsey Kirche wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Die Verwandten Erik des Roten bauten das Gehöft im späten 10. Jahrhundert. Eine Hochzeit in der Kirche im Jahr 1408 gilt als das letzte dokumentierte Ereignis im Altnordischen Grönland. Unsere PolarCircle Boote bringen Sie an Land und ermöglichen Ihnen, das Gebiet auf eigene Faust zu erkunden.

Tag 5
Qassiarsuk-main-street-Visit-Greenland-Mads-Pihl.jpg

Colourful houses and icebergs


Ort: Qassiarsuq

Qassiarsuk empfängt Sie mit grünen Weiden gesprenkelt von weißen Schafen, einer üppigen Vegetation und regem Treiben auf den Bauernhöfen. Das zusammen bildet einen farbintensiven Kontrast zum Eismmer. Qassiarsuk ist auch der Ort, in dem 982 n. Chr. der Wikinger Erik der Rote sein Landgut Brattahlíð erbaut hat. Er wurde von Island vertrieben und flüchtete in das Land, das er Grönland nannte. Erik siedelte letztlich in Qassiarsuk, weil ihm dieser Landstrich von Grönland am geeignetsten erschien. Nehmen Sie teil an unserem geführten Rundgang durch die Ansiedlung und erfahren Sie mehr von der Geschichte dieser Region. Sie können auch die Rekonstruktion von Erik’s Haus und der Kirche, die Erik’s Frau Tjodhildur ihm bauen ließ, bestaunen. Der Rundgang beinhaltet auch einen Besuch der Kirche in ihrer heutigen Nutzung. Die Gegend lädt auch zu optionalen Aktivitäten ein, wie Kajaktouren, Wanderungen oder eine Stadterkundung zu Fuß.

Tag 6
Eee018.jpg

Überquerung des Nordatlantiks


Ort: Auf See

Von der Küste Grönlands geht es hinaus auf See, mit Kurs auf Kanada. Vor Ihnen liegt ungefähr eine Strecke von 1.300 Seemeilen über offenes Gewässer, quer über den Nordatlantik. Tausende haben diese Fahrt bereits vor uns unternommen. Jedoch waren in früheren Zeiten die Schiffe klein, schlecht ausgestattet und ihre Ankunft unbestimmt. Heutzutage können Sie sich entspannt zurücklehnen, denn moderne Navigationssysteme steuern Sie sicher an das gewünschte Ziel und informieren über eventuelle Hindernisse auf der Route. Es ist heute nicht weniger aufregend, nur sicherer. Die Tage auf See können Sie füllen, indem Sie unsere Vorträge wahrnehmen und Zeit haben, sich mit ihren Mitreisenden austauschen; vielleicht teilen Sie mit Ihnen, was sie bisher gesehen und erlebt haben. Nutzen Sie die Zeit, draußen auf Deck zu sein. Atmen Sie die salzige Luft und spüren Sie den Wind, halten Sie Ausschau nach Vögeln, Meerestieren oder nach Eisbergen.

Tag 7-9
Labrador-Hebron.eps.jpg

Entlang der Küste von Labrador


Ort: Küste von Labrador

Wir folgen der Küste Labradors für drei Tage und erkunden das Gebiet. Outdoor-Liebhaber können sich an Wanderrouten erfreuen und unzählige Kilometer Wildnis durchstreifen, während andere es vorziehen, mehr über die Geschichte, Kultur und die Traditionen der zahlreichen historischen Stätten und Orte zu erfahren, die wir besuchen. Nain ist eine dieser Siedlungen, die wir besichtigen wollen. Es ist eine Gemeinschaft mit langen Traditionen, geprägt von der Identität der Inuit. Es ist auch die nördlichste und größte Gemeinde in Nunatsiavut. Gegründet 1771 von mährischen Missionaren, war Nain eine wichtige Außenstelle für die mährischen Missionare. Noch heute zeugen wunderbare historische Funde und Bauten, die von dem mährischen Orden errichtet wurden, von ihrem Dasein. Nain ist umgeben von uralter Erdgeschichte und Historie. Ein anderer Ort, den wir ansteuern wollen ist Rigolet. Dieses pittoreske Städtchen mit seinen 300 Einwohnern stellt die südlichste Inuit-Gemeinde der Welt dar. Es gibt keine Straßen, die aus der Stadt herausführen, aber Rigolet ist ganzjährig mit dem Schiff befahrbar, in der Winterzeit mit dem Schneemobil. Wir haben hier verschiedene Angebote: Erkunden Sie die wundervollen Gewässer per Schnellboot, versuchen Sie sich im Fischen oder Reiten. Vielleicht möchten Sie auch Wale beobachten. Geplant ist außerdem ein Besuch von Hopedale, einer von Inuits gegründeten Siedlung mit dem ursprünglichen Namen Agvituk, was soviel bedeutet wie " Heimat der Wale“. Auch Hebron wollen wir besuchen, eine ehemalige mährische Missionsstätte, bei der es sich um die nördlichste Siedlung in Labrador handelt.

Tag 10
Common_Guillemot_shutterstock_417004927.jpg

Geschichte inmitten der Natur


Ort: Battle Harbour

Battle Harbour liegt am Rande der Labradorsee und ist ein Paradies für Naturliebhaber. Die Gewässer hier bieten eine lebendige Kulisse aus uraltem Eis und Eisbergen, die von der Natur skulpturiert wurden. An Land finden Sie prächtige, historische Bauten inmitten der wilden Natur. Battle Harbour war einst Labradors pulsierende Hauptstadt für gesalzenen Fisch. Die Häuser, Läden, Fischereigebäude und Kirchen wurden restauriert und beherbergen heute historische Originalgegenstände. Nehmen Sie die Atmosphäre in sich auf, lassen Sie sich treiben vom Klang des Ozeans und genießen Sie die einfachen Dinge vergangener Zeiten. Erleben Sie Walfische, Delfine, Seevögel, Polarfüchse, Eisberge und spektakuläre Insellandschaft auf einer unserer Wanderungen oder Bootstouren.

Tag 11
Black-Bear_NewFoundlandLabradorTourism.jpg

Weite Wildnis und eine Siedlung der Wikinger


Ort: St. Anthony

Auf unserer weiteren Fahrt nach Norden erreichen wir St. Anthony, eine abgelegene Stadt in einem malerischen Naturhafen. Die Gewässer hier sind voller Eisberge und zugleich Nahrungsgebiete für eine stattliche Anzahl an Walen. Seehunde, Delfine und Schweinswale sind hier keine Seltenheit. Außerhalb der Stadt erstreckt sich eine riesige Wildnis aus unberührten Tälern und seenreichen Bergen, mit der wahrscheinlich höchsten Dichte an Elchen und Waldkaribus weltweit. Auch der gewaltige Schwarzbär, Kojoten, Wölfe, Schneeschuh- und Schneehasen sind hier beheimatet. Gehen Sie an Land, um die Stadt und den Fishing Point Municipal Park zu besuchen. Das Grenfell Museum beschreibt das Wirken und die Zeit Sir Wilfred Grenfells, einem Arzt und Missionar, der sein Lebenswerk dem nördlichen Neufundland und Labrador widmete. Um den besten Blick über die Gegend zu erhaschen, sollten Sie dem Tea House Trail bis zur Aussichtsplattform folgen oder Sie nehmen den Whale Watching Trail. Sie würden gerne etwas über die Geschichte der Wikinger erfahren? BegleitenSie uns auf einen Ausflug nach L’Anse aux Meadows. Hier, an der Spitze von Neufundlands großer Nordinsel gibt es die ersten bekannten Hinweise auf Europäer, die nach Amerika kamen. Vor über tausend Jahren segelte eine altnordische Expedition von Grönland aus hierher und entdeckte ein wundervolles Land mit schroffen Felsen und Marschland. Sie errichteten ein kleines Lager, das 1960 von zwei norwegischen Archäologen ausgegraben wurde und faszinierende Überreste des Wikingerlagers ans Tageslicht brachte. 1979 wurde ‚Anse aux Meadows zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. In dem dem nachgebauten Lager sieht man heute originale Artefakte aus diesem international bedeutenden archäologischen Fund.

Tag 12
Exploring-Tilting_Red-Bay,-Fogo-Island,-Central.jpg

Das Wesen von Labradors Küstenleben


Ort: Red Bay

Red Bay verkörpert im Wesentlichen das Küstenleben des modernen Labradors inmitten einer Szenerie reicher Traditionen und Geschichte. Ab etwa 1530, war Red Bay ein Zentrum baskischer Walfangaktivitäten. Vor über 70 Jahren unternahmen diese Walfänger eine gefährliche, Monate dauernde Fahrt über den Atlantik, um Wale zu fangen und das Öl, das die Lampen in Europa erleuchten ließ, zu produzieren. Zu Spitzenzeiten kamen mehr als 2.500 Walfänger mit 50 Schiffen aus Frankreich und Spanien, um Grönlandwale zu jagen und Walfischspeck zu gewinnen. Die Entdeckung der Galeonen und Schaluppen, die für den Walfang eingesetzt wurden, machten Red Bay zu einer bedeutenden Stätte für Unterwasser-Archäologie in Amerika. Die Walfang-Station gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auf einer Rundwanderung durch die ehemalige Walfänger-Stadt können Sie tief in deren Geschichte eintauchen. Der Tracy Hill Trail ist eine Promenade aus 689 Stufen, Informationstafeln, Rastplätzen, münzbetriebenen Ferngläsern und einem atemberaubenden Blick auf Red Bay. Eine Wanderung auf dem Bone Shore Trail führt zu einer Stelle, an der Walfänger Walfischknochen entsorgten. Wenn Sie am Strand wandern, gelangen Sie zum Informationszentrum und einer acht Meter langen Schaluppe, die dort ausgestellt ist. Harpunen bewaffnete Walfänger gingen damit auf Jagd nach dem Giganten der Meere. Um die wahre Dimension dieser Meeressäuger zu erahnen, lohnt ein Größenvergleich zwischen Schaluppe und den ausgestellten Walknochen. Es war eine Zeit des Wohlstands und der gefährlichen Abenteuer, die diesen, lange vergangenen Lebensstil kennzeichneten. Machen Sie eine Kajaktour zum Saddle Island Trail und besichtigen Sie Überreste der Tranöfen, in denen aus Walspeck Lampenöl gewonnen wurde. Hier befinden sich auch die Gräber von 130 Menschen, die hier starben. Und sollte Ihnen nach einer Schatzsuche zumute sein: Laut Legende soll hier der berüchtigte Freibeuter Captain Kidd einen Schatz vergraben haben. Kleiner Tipp: im Weiher auf dem Hügel.

Tag 13
Bonne_Bay_shutterstock_87322795.jpg

Gros-Morne-Nationalpark


Ort: Bonne Bay

Die Landschaft um die Bucht Bonne Bay ist eine der schönsten Neufundlands – ein tiefer Fjord, gelegen an Neufundlands atemberaubender bergiger Westküste, der den Gros-Morne-Nationalpark in zwei Teile durchschneidet. Gros Morne ist einerseits ein geschützter Park, andererseits sind dort kleine Küstengemeinden mit viel Kultur und langer Tradition für Fischfang und Holzwirtschaft. Vom Deck unseres Schiffes können Sie die Tablelands Mountains – flache Tafelberge und bizarre Felsengebilde, die normalerweise nur in Höhlen anzutreffen sind, bestaunen. Ihre geologische Einzigartigkeit ist der Hauptgrund warum der Park zur Liste der Welterbestätten der UNESCO gehört. Millionen von Jahren hat Mutter Natur an dieser Bergwelt, wie wir sie heute sehen, gefeilt und bietet damit einen wirklich wunderbaren und ehrfurchtgebietenden Anblick. Im Süden des Parks befindet sich Woody Point eine charmante Gemeinde mit alten Häusern aus importierten lombardischen Pappelholz. Hier ist es ganz normal Elche, Karibus, Füchse, Schwarzbären, Schneehühner und Adler zu Gesicht zu bekommen. Ein Besuch in die höheren Regionen dieses alten Landstrichs wird Ihnen unvergessen bleiben.

Tag 14
Fin-whales-St-Lawrence-river_shutterstock_164490392.jpg

Entlang des Sankt-Lorenz-Golfs


Ort: Auf See

Nach Verlassen der Bucht von Bonne Bay nehmen wir Kurs auf den Sankt-Lorenz-Golf, wo sich gewaltige Wassermengen an der Mündung des Sankt-Lorenz-Stroms ergießen. So viel, dass der Golf die Küste der halben Provinz Kanadas umspült. Es ist eher ein halbes Meer, als eine simple Flussmündung. Die annähernd dreieckige Form dieses Gebiets ergibt sich durch das Zusammenspiel des Atlantiks mit der Meerenge der Belle-Isle-Straße im Nordosten und der Cabotstraße aus dem Südosten. Die durchschnittliche Tiefe beträgt knapp 150 Meter. Der Golf war vor allem für die nomadischen Indianerstämme, die hier zu bestimmten Jahreszeiten zum Fischen kamen, von großer Bedeutung. Das erste Dokument darüber ist von dem französischen Forscher Jaques Cartier, der 1534 seine Reise zum Golf beschrieb. Jedoch waren in dieser Region vermutlich bereits baskische Fischer aktiv. Wie auch immer, benannte Cartier die Ufer des Sankt-Lorenz-Stroms “Country of Canadas”, nachdem der indigene Begriff soviel wie “Dorf” oder “Ansiedlung” bedeutete und erhob damit den Namen des heute zweitgrößten Landes der Welt.

Tag 15
Macarons_shutterstock_226124680.jpg

Wo Frankreich auf Amerika trifft


Ort: St. Pierre and Miquelon

Man sagt, dass gute Gewohnheiten schwer zu ändern sind und St Pierre und Miquelon ist ein lebender Beweis dafür. Obwohl Paris 4.000 km entfernt ist, sind die Einwohner doch ganz besonders stolz, Franzosen zu sein. Es handelt sich um eine französische Enklave in Amerika, was oft vergessen wird, und zudem um das älteste Territorium in Übersee. Autos von Peugeot und Renault säumen die Straßen. Und genau wie in Frankreich verlassen die Leute die “boulangerie” mit Baguettes unterm Arm. Und die “patisserie” mit weißen, an Schnüren getragenen Schachteln. Genießen Sie das herrliche Stückchen Frankreich in der Bäckerei Guillard Gourmandise, wo Sie in mit Sahne gefüllten Schokoladeneclairs, Makronen, warmem Feingebäck und Kuchen schwelgen können. Und all das können Sie mit Euros bezahlen, ganz wie in Frankreich. Statten Sie dem Museum L’Arche mit seinen Exponaten über die isländische Geschichte und der Zeit der Prohibition einen Besuch ab. Ein Hingucker ist die Guillotine – die einzige in Nordamerika. Nur einmal, 1889, fand die “hölzerne Justiz” bei einem Mörder Anwendung. Das Museum bietet auch zweisprachige Touren durch architektonische Besonderheiten an. Vogelbeobachter sollten sich auf die kleine Insel Grand Colombier freuen. Mit ihren steilen Klippen, Felsvorsprüngen und ihrem hügeligen Gelände ist sie ein wichtiger Brutplatz von mehr als 100.000 Sturmvögeln.

Tag 16
Louisbourg_shutterstock_381954073.jpg

Die Vergangenheit ist allgegenwärtig


Ort: Louisbourg

Entlang der östlichen Küste von Novia Scotia steuern wir die große Kap-Breton-Insel an. Dort erreichen wir Louisbourg, ein historisches Juwel, mit der Festung als besonderer Sehenswürdigkeit. Hier kann man erfahren, wie das Leben in der geschäftigen französischen Festungsstadt Louisbourg 1744 war. Wählen Sie außerdem zwischen einem Tag an einem abgelegenen Strand oder gehen Sie nach Wracks tauchen. Wie Sie sicher bereits vermuten, bietet die schroffe Küste eine Fülle von Outdoor Abenteuern mit grandiosen Wander- und Fahrradwegen. Louisbourg gilt als eines der lebendigsten Ortschaften der Seeprovinzen für Krebs- und Hummerfischerei. Die Hafenanlegestelle ist ein perfekter Platz um die Ankunft der Tagesfänge zu beobachten und vielleicht sogar ein frisches Fischgericht zusammen zu stellen.

Tag 17
Halifax_shutterstock_396157720.jpg

Das Ende der Expeditionsreise


Ort: Halifax

Es war der Naturhafen von Halifax wo die Briten 1749 das erste Mal an Land gingen. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich heute entlang des Hafens oder am Berg der Zitadelle, die hier über dem Hafen thront. Die 260 Jahre alte Provinzhauptstadt von Nova Scotia präsentiert sich als eine wunderschöne Stadt mit modernen Strukturen, die sich um einen historischen Kern schmiegen. Da in Halifax beides, die Moderne wie auch die Historie, gleichermaßen reizvoll sind, lohnt es sich, einen oder zwei Extratage dort einzulegen, bevor Sie von Bord von MS Fram gehen. Ihr Rückflug erfolgt nach Deutschland.

8. Oktober 2018

Ort Deutschland
Ihr Schiff
Weiter