Climate Sentinels

Im April 2021 machte sich eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen, die sich Climate Sentinels nennen, auf den Weg zu einer Forschungsexpedition auf Spitzbergen. Für die Strecke von insgesamt 450 Kilometern nutzten sie als Fortbewegungsmittel hauptsächlich ihre Skier. Sie sammelten Schneeproben, um die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf den Schnee und die eisigen Landschaften von Spitzbergen zu untersuchen.

Ein Hauptanliegen ihrer Expedition war es, zu zeigen, dass Wissenschaft selbst in extremsten Umgebungen auch nachhaltig sein kann. Daher verringerten sie ihren CO2-Fußabdruck, indem sie sich auf Skier fortbewegten.

Die Hurtigruten Foundation ist ein begeisterter Unterstützer der Climate Sentinels und sie ermöglichte die Fortführung dieser Expeditionsreise auch in der Pandemie. Die Hilfe der Stiftung wurde auch bei der Vorbereitung der Expedition geschätzt, als plötzlich viele unvorhergesehene Ausgaben auftauchten. Die Expeditionsreise war bereits um ein Jahr verschoben worden, was dazu führte, dass zwei Mitglieder aus dem Team ausschieden und neues Equipment angeschafft werden musste. Die Unterstützung mit den Fördermitteln ermöglichte es den Wissenschaftlerinnen, ihr Herzensprojekt endlich in Angriff nehmen zu können.

Trotz unglaublich schwieriger Bedingungen gelang es den Climate Sentinels, alle Daten zu sammeln, die sie erheben wollten. Das eiskalte Wetter war in dem Monat, den sie auf Spitzbergen verbrachten, ungewöhnlich schlecht, denn sie hatten mit irrsinnig starken Stürmen und Winden von bis zu 140 km/h zu kämpfen. Es herrschte die höchste Lawinengefahr, die auf Spitzbergen jemals gemessen wurde, und das Eis, das sie überqueren mussten, galt als nicht sehr tragfähig. Die Gruppe blieb zwar bei den Skiern als Transportmittel, gab aber zu, dass das Zelten in der eisigen Landschaft in einer der schwierigsten Umgebungen der Erde extrem gefährlich war. Aber dank guter Kommunikation und einem starken Team, dem auch erfahrene Polarforscherinnen angehörten, haben alle Teilnehmerinnen dieses Abenteuer gut überstanden.

Heute können die Wissenschaftlerinnen von sich behaupten, dass sie die Auswirkungen des Klimawandels auf Spitzbergen, dem sich am schnellsten erwärmenden Ort der Erde, selbst erlebt haben. Während sich die Arktis dreimal schneller erwärmt als der Rest der Erde, steigen die Temperaturen auf Spitzbergen sechs- bis siebenmal schneller als im globalen Durchschnitt, wodurch das Wetter dort extremer und unberechenbarer wird.

Obgleich die Untersuchungen vor Ort nun vorbei sind, gibt es noch viel zu tun. Die Climate Sentinels müssen nun ihre 100 während der Expedition gesammelten Schneeproben in Zusammenarbeit mit der Western Washington University auswerten. Auch stehen sie wieder im Austausch mit den Schulen und Universitäten, die ihnen von Anfang an gefolgt sind.

Die Climate Sentinels planen auch bereits ihre nächste große Forschungsreise, die hoffentlich mit weniger dramatischen Wetterbedingungen verbunden ist. Schon vor ihrer Expedition nach Spitzbergen war ihnen bewusst, dass ihre Mission über diese eine Expeditionsreise hinausgehen muss. Sie wussten, dass sie ihre Arbeit weiterführen mussten und Spitzbergen nur der Anfang sein würde. Die Wissenschaftlerinnen wollen, obwohl sie erst vor sechs Monaten von ihrem praktischen Einsatz zurückgekehrt sind, schnellstmöglich das Sammeln von Schnee- und Eisproben in anderen Regionen fortsetzen, die stark von Luftverschmutzung und Klimawandel betroffen sind. Die Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks während ihrer Forschungsreisen wird eine der Säulen von Climate Sentinels bleiben, sodass überall, wo sie sich auf Skiern oder zu Fuß fortbewegen können, ein potenzielles neues Expeditionsziel auf sie wartet. Die Forscherinnen bekräftigen, dass es ein Traum wäre, die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gletscher des Himalaya zu untersuchen. Ein weiterer Traum ist es, ihre Schlitten in die Antarktis zu bringen.

Die Arktis, wie wir sie kennen, verschwindet immer mehr, was Auswirkungen hat, die bereits auf der ganzen Welt zu spüren sind. Daher ist jetzt die Zeit zu handeln.

Wo kann ich mehr erfahren?

Haben Sie ein Projekt, das für die Hurtigruten Foundation interessant sein könnte? Die Wissenschaftlerinnen von Climate Sentinels konnten die Hurtigruten Foundation überzeugen, da sie ihr Projekt leidenschaftlich und aufrichtig verfolgten. Sie konnten auch einen Medienplan vorweisen, als sie sich bewarben. Lesen Sie hier mehr über die Stiftung.

Über die Climate Sentinels

Climate Sentinels ist eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Polarexpertinnen mit Doktortiteln (PhD) in Glaziologie und Pädagogik. Sie alle eint ihr Engagement für die Gletscher von Spitzbergen. Ihr Ziel ist es, jüngere Generationen für ein MINT-Studium zu begeistern, die Wissenschaft zugänglicher zu machen und eine positive Botschaft zum Klimaschutz zu vermitteln. Verfolgen Sie die wissenschaftlichen Abenteuer der Climate Sentinels auf deren Website.