Neue Expeditionsreisen: Hurtigruten nimmt Kurs auf den Amazonas, Kanada und den weltweit längsten Fjord

Tromsø, Dezember 2015 – Ab 2017 nehmen die Expeditionsschiffe von Hurtigruten Kurs auf neue Ziele, darunter den Amazonas, alte Wikingersiedlungen und Nationalparks an der kanadischen Küste von Neufundland und Labrador sowie das weltweit größte Fjordsystem: den Scoresbysund in Grönland.

Die Hurtigruten bringen bei Menschen aus aller Welt den Abenteurer und Entdecker zum Vorschein, und das nicht mehr „nur“ entlang der norwegischen Küste, auf Spitzbergen, Island, Grönland und in der Antarktis, sondern bald auch in neuen einzigartigen Gefilden. Die Expeditionsschiffe MS Fram und MS Midnatsol sowie der Flottenneuzugang MS Spitsbergen ermöglichen Gästen einen noch engeren Kontakt zur Natur. „Wir möchten unseren Gästen unabhängig von der Wassertemperatur einzigartige und bedeutungsvolle Erlebnisse bieten. Mit Hurtigruten können sie auf den Spuren der Wikinger, von Amundsen und Nansen und auch von Thor Heyerdahl wandeln“, sagt Daniel Skjeldam, CEO von Hurtigruten.

Die Nachfrage nach Abenteuerreisen steigt weltweit. Hurtigruten ist in dieser Hinsicht eine wesentliche Antriebskraft und gehört zu den weltweit führenden Anbietern von nachhaltigen Seereisen im Einklang mit der Natur. „Reisende geben sich nicht mehr damit zufrieden, im Urlaub bloß passive Zuschauer zu sein. Aus diesem Grund bietet Hurtigruten Aktiv- und Bildungsreisen an. Dank der vielen einmaligen Exkursionen und Vorträge erhalten Gäste einen viel tieferen Einblick in die Natur und Kultur der jeweiligen Reiseziele“, sagt Skjeldam.

Begegnungen in Südamerika

Mit den Expeditionsschiffen unternehmen Gäste Reisen entlang der atlantischen und pazifischen Küste Südamerikas. Dabei führen die Fahrten an den Küsten von beispielsweise Brasilien, Argentinien, Chile, Peru und Ecuador vorbei. Auf einigen Routen werden auch Eilande im Südatlantik wie die Falklandinseln und Südgeorgien angefahren, wo es zu Begegnungen mit Einheimischen sowie mit Pinguinen, Vögeln, Walen, Robben und anderen Wildtieren kommt. Die möglicherweise spektakulärste Fahrt unter den neuen Reisen führt auf dem Amazonas in den Regenwald.

Auf allen Fahrten begleiten erfahrene Expeditionsteams Gäste auf den Exkursionen. An Bord wird eine Reihe von populärwissenschaftlichen Vorträgen von Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet angeboten. „Bei uns hat Reisen einen Sinn. Wir ermöglichen es Gästen, mehr über die Reiseziele zu erfahren und etwas zurückzugeben. Viele der von Hurtigruten angefahrenen Gebiete sind gefährdet. Uns ist es ein Anliegen, die Natur auf eine möglichst sanfte Weise zu zeigen und unsere Gäste dazu anzuregen, Botschafter dieser gefährdeten Gebiete zu werden und einen Beitrag zu deren Erhalt zu leisten“, so Skjeldam.

Perlen der kanadischen Küste

Das Arktisprogramm von Hurtigruten wird auf Neufundland und die kanadische Provinz Labrador ausgeweitet. Zu den vielen außergewöhnlichen Anlandungen zählt ein Besuch von L'Anse aux Meadows. In diesem kleinen Fischerdorf, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, entdeckten die Norweger Anne Stine und Helge Ingstad mit ihrer Tochter Benedicte 1960 eine Wikingersiedlung. „Archäologische Funde lassen vermuten, dass an dieser Stelle der Pionier und Entdecker Leif Erikson an Land ging, der das Gebiet später als Vinland bezeichnete. Mehr als 1.000 Jahre später dort hinzufahren hat etwas von einer Wikingersaga“, sagt Skjeldam. Heute ist Benedicte Ingstad (72) Forscherin und Professoren für medizinische Anthropologie. Sie wird an einigen ausgewählten Hurtigruten Reisen teilnehmen, um etwas über die Entdeckungen ihrer Familie zu erzählen.

Hurtigruten bietet zudem Besuche prächtiger Nationalparks, der Provinzhauptstadt St. John’s und von Orten wie Saint-Pierre und Miquelon, Red Bay und Battle Harbour an.

Fjordabenteuer der Extreme

An der Ostküste Grönlands können Gäste mit Hurtigruten Kangertittivaq, auch Scoresbysund genannt, erkunden, den längsten Fjord der Welt, der sich 350 km in das weite Eiland erstreckt. Die Fahrt zu diesem besonderen Fjord wird mit Besuchen von Island, Jan Mayen mit dem nördlichsten Vulkan der Welt, dem Beerenberg, und den Lofoten verbunden. „Wir bringen Hurtigruten Gäste ganz nah an Gletscher, riesige kalbende Eisberge und schwelende Vulkane heran und besuchen gleichzeitig Wale, Delphine, Seevögel und Moschusochsen“, sagt Skjeldam.

Es wird zudem eine Expeditions-Seereise in der Arktis zur entfernt gelegenen Stadt Thule an der nordwestlichen Spitze der Insel geben.

Westwärts auf dem Weg der Wikinger

MS Spitsbergen, das neue Hurtigruten Expeditionsschiff, nimmt abenteuerlustige Gäste mit auf eine Reise westwärts zu den Shetland-Inseln, den Orkney-Inseln und den Faröern sowie zu Häfen wie Lerwick, Kirkwall und Tórshavn. „Das Programm für die Inselgruppen im Nordatlantik ist das umfangreichste, aus dem unsere Gäste je auswählen konnten“, so Skjeldam.

Polarexpeditionen im Norden und Süden

Um Spitzbergen herum bietet Hurtigruten Fahrten zur Eisgrenze und Umschiffungen des Archipels.

Hurtigruten baut außerdem sein Engagement in der Antarktis weiter aus. Ab Winter 2016 werden die Kapazitäten auf den Reisen zur Südhalbkugel verdreifacht, wenn nunmehr auch MS Midnatsol Kurs auf den südlichen Sommer nimmt. Die Fjorde Chiles, Kap Hoorn, die Magellanstraße und der Südpol sind einige Höhepunkte dieser Expeditions-Seereisen.

Die Reisen werden je nach jahreszeitlichen Veränderungen angepasst und richten sich nach den Wildtieren in dem Gebiet, den Eisverhältnissen und der lokalen Kulturgeschichte. Gäste können sich zu einer Wanderung auf Tausend Jahre altem Gletschereis aufmachen, unter Pinguinen wandeln, mit dem Kajak zwischen Robben paddeln und im eisigen Wasser schnorcheln. „Die Witterungs-, Wind- und Eisverhältnisse bilden den Rahmen für diese Erlebnisse in der Extreme“, sagt Skjeldam.

Etwa 500 Gäste begeben sich mit MS Midnatsol auf Antarktis-Reisen voller Kontraste. Die Reise startet und endet in Puntas Arenas, sodass Gäste die tiefen chilenischen Fjorde erkunden, die spektakuläre Landschaft und Natur Patagoniens bestaunen, Kap Hoorn besuchen und sich schließlich auf das vielfältige Abenteuer Antarktis einlassen können.

MS Fram hält das Erbe des originalen Expeditionsschiffs Fram hoch und ermöglicht etwa 200 Gästen mit der Ausfahrt aus der argentinischen Hafenstadt Ushuaia mit Kurs auf die Antarktis Erlebnisse der extremeren Art. Aufgrund seiner kleineren Größe kann es abenteuerhungrige Reisende in die unmittelbare Nähe praktisch unzugänglicher Orte bringen.

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