Hinweis
Wir bieten zwei Nationalpark-Expeditionen an. Der Verlauf der Reise mit Beginn 04.09.14 findet in umgekehrter Reihenfolge statt. Die Reise beginnt somit in Reykjavík und endet in Longyearbyen und ist eine 15 Tage-Reise ohne Hotelübernachtung in Longyearbyen.
Tag 1 - 2
Anreise, Longyearbyen und Barentsburg
Tag 1: Anreise/Longyearbyen, Spitzbergen
Per Charterflug geht es am Abend nach Longyearbyen. Nach Ankunft bringt Sie ein Transferbus in Ihr Hotel.
Tag 2: Longyearbyen und Barentsburg, Spitzbergen
Nach dem Frühstück haben Sie Zeit, das Städtchen Longyearbyen selbständig zu erkunden. Die Siedlung Longyearbyen wird oft als „Hauptstadt” Spitzbergens bezeichnet und bietet alle Annehmlichkeiten einer modernen Kleinstadt. Alternativ bieten wir unseren Gästen einen optionalen Ausflug an, auf dem Sie sowohl Longyearbyen als auch die spektakuläre Umgebung des Städtchens kennenlernen. Im Anschluss folgt ein Mittagessen, das in Ihrem Hotel serviert wird. Nachmittags bringt Sie der Transferbus vom Hotel zum Anleger, an dem MS Fram wartet. Die Einschiffung beginnt um 16:00 Uhr. Die Bergbau-Siedlung Barentsburg, eine exotische Mischung aus russischen Artefakten und russischer Architektur, ist die erste Station unseres arktischen Abenteuers.
Tag 3
Kongsfjord und Nationalpark Nordwest-Spitzbergen
Kongsfjord
Der Kongsfjord, oft auch Königsbucht genannt, ist der größte Fjord an der Nordwestküste Spitzbergens. Heute planen wir einen Besuch des Krossfjords, eines beeindruckenden Seitenarms des Kongsfjords. Hier wechseln sich weite Tundra-Ebenen mit hohen Berggipfeln und ins Meer kalbenden Gletschern ab. Halten Sie Ausschau nach dem Berg Mitre, der aufgrund seiner Gestalt nach einer Bischofsmütze benannt wurde, und am Eingang des Kongsfjords liegt. Am Ende des Fjords dominiert der majestätische Königsgletscher die Landschaft. Seine charakteristischen drei Gipfel, die aus dem Gletschereis herausragen, sind nach den drei skandinavischen Ländern benannt: Nora, Dana und Svea.
Ny-Ålesund
Auf 78º 55' N gelegen ist Ny-Ålesund eine der nördlichsten Siedlungen der Welt, die ganzjährig bewohnt sind. Die einstige Bergbausiedlung betreibt heute eine hochentwickelte Forschungsstation. Zudem war Ny-Ålesund im heroischen Zeitalter der Polarentdecker Ausgangspunkt für zahlreiche Expeditionen zum Nordpol. Namen wie Amundsen, Ellsworth und Nobile sind eng mit diesem Ort verwoben. Noch heute zeugt ein Ankermast von jener Zeit, als das Luftschiff „Norge” nach seinem ersten Polarflug hier festgemachte. In Ny Ålesund betreiben verschiedene Länder Forschungsstationen. Besonders in den Sommermonaten arbeitet hier eine internationale Gemeinschaft von Wissenschaftlern.
Nationalpark Nordwest-Spitzbergen
Die „Nordwest-Ecke”, wie diese Gegend auch umgangssprachlich genannt wird, ist reich an Inselchen, Fjorden sowie Stränden und blickt auf eine lange Entdeckergeschichte zurück. Als Willem Barents den Archipel Svalbard im Jahre1596 entdeckte, gab er ihm den Namen “Spitzbergen”, weil er genau diese Szenerie als erstes sah: die schroffen, hohen Berge des nordwestlichen Teils der Insel.
Magdalenefjord
Zudem planen wir einen Besuch des Magdalenefjords. Hier werden Sie ein wichtiges Kulturerbe Spitzbergens kennenlernen: Erkunden Sie eine Walfangstation aus dem 16. Jahrhundert. Auf dem dazugehörigen Friedhof sind Walfänger begraben, die während des ersten „Ölrausches” umkamen.
Tag 4
Moffen/Seetag, Spitzbergen
Die kleine Insel liegt am 80. Breitengrad und stellt zugleich die nördlichste Station unserer Reise dar. Moffen ist ein Eldorado für Walrosse und Vögel. Ihre Atollform machte die Insel einst zu einem Hafen für Walfänger, der Schutz vor schwerer See bot. Halten Sie Ausschau nach Walrossen! Nachdem wir Moffen wieder verlassen haben, nimmt MS Fram Kurs auf den spektakulären Nordosten Grönlands.
Tag 5 - 11
Nordostgrönland-Nationalpark, Grönland
Um den Nordostgrönland-Nationalpark zu erreichen, schlägt MS Fram einen Seeweg ein, der Spitzbergen von Grönland trennt und treffenderweise ”Framstraße” heißt. Durch diese Wasserstraße konnte Nansen zurück nach Spitzbergen fahren, nachdem er sich mit der eigens für diese Expedition konstruierten „Original-Fram” zwischen 1893 und 1896 im Treibeis des Arktischen Ozeans hatte festfrieren lassen, um mit einer anschließenden Driftfahrt neue Seerouten zu erschließen. Auf dieser Strecke verlassen wir die wärmeren Gewässer des Golfstroms und tauchen in den Kaltwasserstrom ein, der entlang Ostgrönlands Küste fließt. Halten Sie Ausschau nach Eisbären.
Wenn es die äußeren Bedingungen erlauben, liegt unsere erste Station in Ostgrönland auf ähnlichem Breitengrad wie Spitzbergen. Wir planen in diesem Fall, die sehr isolierte Wetter- und Forschungsstation Danmarkhavn zu besuchen. Von hier aus geht es in den Süden des größten Nationalparks der Welt.
Der Nordostgrönland-Nationalpark misst sagenhafte 900.000 km, eine Fläche, die dreimal so groß ist wie die der Britischen Inseln. Die Fläche Deutschlands beträgt im Vergleich hierzu 350.000 km. Die hiesigen Hochgebirgszüge überragen mit Höhen von mehr als 2.500 m über dem Meeresspiegel das größte Fjordsystem der Erde. Das Meer ist übersät mit immensen Eisbergen, die Gebirgstäler an Land sind indes besprenkelt mit “braunen Flecken”, die sich beim näheren Hinschauen als Moschusochsen entpuppen. Auch kann es sein, dass wir anderen Tieren in freier Wildbahn begegnen, wie z. B. dem Polarhasen, dem Polarfuchs sowie dem seltenen Polarwolf. Außer der Tierwelt am Boden können wir in den Lüften vielleicht den weißen Grönland-Falken sowie verschiedene Seevögel entdecken. Zudem ist diese Region Lebensraum von Schneehuhn und Schneeeule.
Aufenthalte mit MS Fram in atemberaubenden Fjorden wie dem Kaiser Franz Josef Fjord oder auch dem Alpefjord werden Ihnen als einmaliges Erlebnis unvergesslich bleiben. Gleiten Sie durch einen faszinierenden Irrgarten tiefer Fjorde, die wiederum von schneebedeckten Berggipfeln gesäumt werden.
Die meisten Anlandungen auf dieser Reise finden in absoluter Wildnis statt. Jedoch werden wir auch die Sirius-Patrouille besuchen. Die Hundeschlitten-Einheit der dänischen Marine ist für die Überwachung des Nationalparks verantwortlich. Bevor Grönland autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark wurde, war der norwegische Archäologe und Schriftsteller Helge Ingstadt Gouverneur von Ostgrönland und arbeitete in Myggbukta. Die Fram wird daher natürlich versuchen, diesen Ort für eine Anlandung anzufahren.
Sie werden genügend Zeit haben, um zu begreifen, dass Sie diese atemberaubende Reise an Bord eines modernen Expeditionsschiffes in eine der abgeschiedensten Regionen der Welt führt. Unser Expeditionsteam sowie unsere Lektoren werden Sie mit interessanten Vorträgen und Informationstreffen auf die Anlandungen vorbereiten und Sie vor Ort zuverlässig auf Wanderungen sowie auf kleinen Bootsfahrten begleiten.
Tag 12
Ittoqqortoormiit (Scoresbysund), Grönland
Ittoqqortoormiit ist die isolierteste Stadt Grönlands und liegt am Ausgang des Fjordkomplexes des Scoresysundes. Die hier lebenden Fallensteller besitzen die alleinige Erlaubnis im Nordostgrönland-Nationalpark zu jagen. So werden Sie hier vielleicht Tierhäute entdecken, die zum Trocknen vor den Häusern aufgehängt werden.
In Ittoqqortoormiit werden uns die örtlichen Reiseleiter begrüßen und Sie mit Landkarten ausstatten. Das Programm für den Aufenthalt wird erst vor Ort festgelegt. Der von örtlichen Reiseleitern geführte Besuch schließt normalerweise das Museum, die Kirche, eine Fotoausstellung sowie den Start eines Wetterballons ein. Zudem können Sie das Städtchen selbständig erkunden.
Tag 13
Ísafjördur, Island
Die Hauptstadt der Westfjorde ist mit 4.100 Einwohnern auch die größte Stadt der Region. Ísafjördur blickt auf eine lange Handels- und Fischereitradition zurück. Schlendern Sie durch das idyllische Städtchen mit seiner mannigfaltigen Architektur. Hier werden Sie auf die älteste Wohnstätte Islands sowie auf Holzhäuser stoßen, die im 18. Jahrhundert von wohlhabenden Kaufleuten erbaut wurden.
Tag 14
Flateyri, Island
Der heutige Vormittag widmet sich dem Dörfchen Flateyri in den isländischen Westfjorden. Flateyri wurde im Jahre 1792 als Handelsplatz gegründet und spielte im 20. Jahrhundert eine große Rolle als Heimathafen von Hai- und Walfischflotten. Wie viele andere Fischerorte lebt Flateyri heutzutage größtenteils vom Tourismus. Auch wenn die Wassertemperatur höchstwahrscheinlich kälter ist, als es den meisten Gästen lieb ist, lädt am gegenüberliegenden Ufer des Fjords ein schöner Sandstrand zum Verweilen ein.
Tag 15
Grundarfjördur, Island
Grundarfjördur liegt in der westisländischen Region Vesturland und zählt rund 900 Einwohner. Nahezu die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung ist in der Fischindustrie tätig, der Haupteinkommensquelle des Ortes. Aufgrund seiner Idylle inmitten einer wunderschönen Landschaft hat der Ort bereits verschiedene Auszeichnungen erhalten. Er ist zudem einer der sehr wenigen Orte auf der Welt, in dem die „Unsichtbaren” oder Elfen offiziell von den Behörden anerkannt werden.
Tag 16
Reykjavík, Island
Reykjavík, die nördlichste Hauptstadt der Welt, ist Heimat von rund 171.000 Menschen. Die spektakuläre Umgebung der Stadt besteht aus Gletschern, Wasserfällen, Geysiren und Gebirgsformationen. In idyllischen Sträßchen, die fast Kleinstadtcharme versprühen, bietet Reykjavík eine große Vielfalt unterschiedlicher Restaurants, Museen und Geschäfte. Wir werden Reykjavík am Morgen erreichen. Hier endet unsere Reise.
Bitte beachten Sie
Die Route ist abhängig von Wetter- und Eisbedingungen. Informationen zum endgültigen Verlauf erhalten Sie an Bord.