Brønnøysund
© Elisabeth Maikisch (guest image)
Brønnøysund, MS Richard With

Brønnøysund

Die kleine Küstenstadt Brønnøysund (ca. 4.500 Einwohner) liegt auf einer Halbinsel am gleichnamigen Sund. Historisch gesehen war Brønnøysund nur „ein enger Sund, durch den die Seeleute einen kurzen Weg zum Meer hatten.“

"Die Küstenstadt in der Mitte Norwegens"

Der kleine Küstenort Brønnøysund ist Hauptsitz der Gemeinde Brønnøy und seit 1893 regelmäßige Anlaufstelle für die Hurtigruten Schiffe. Seit dieser Zeit stieg die Bevölkerungszahl stetig an. Um 1900 wurden mehrere Geschäfte in dem kleinen Ort eröffnet. Zwei Hotels und ein kleiner Laden für den Verkauf von Bier und Wein wurden gebaut, Ärzte und Rechtsanwälte ließen sich nieder. Das Baugewerbe erblühte und 1915 bekam der Ort ein Postamt, eine Zollstation, ein Hafenkontor und einen Amtsrichter. In den folgenden 30 Jahren vervierfachte sich die Bevölkerungszahl. Auch in den letzten Jahrzehnten gewann Brønnøysund immer mehr an Bedeutung, so wurde unter anderem eine Helikopter- und eine Versorgungsstation für die Ölindustrie vor der norwegischen Küste eingerichtet.

Besonders sehenswert in Brønnøysund ist das Skarsåsen Küstenfort, eine Festungsanlage aus dem 2. Weltkrieg. Die Anlage ist bestückt mit vier Kanonen mit einer Schussweite von 17.000 Meter. Der aufwendige Bau des Forts wurde von deutschen Soldaten, russischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern ausgeführt. Brønnøysund wurde während des 2. Weltkrieges auch „Klein Berlin“ genannt, da hier verhältnismäßig viele deutsche Soldaten stationiert waren. Heute ist das Küstenfort ein beliebtes Freizeitgelände mit einem Aussichtspunkt.

Südlich von Brønnøysund steht eine atemberaubende 550 Meter lange Brücke, die sich über den schmalen Brønnøysund erhebt. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf die kleine Küstenstadt.

 

 

Quelle: Berit Liland, Die schönste Seereise der Welt „Hurtigruten“
DUMONT Reisetaschenbuch, Hurtigruten – Die schönste Seereise der Welt

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